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Einfache Kapillarblutentnahme innerhalb von 2 Minuten
Auswertung durch medizinisches Facharztlabor
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Vitamin B1, auch Thiamin genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin, das im Körper vor allem in der aktiven Form als Thiaminpyrophosphat (TPP) wirkt. Im Blut liegt es überwiegend in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), nur ein kleiner Teil im Plasma. Der Laborwert gibt an, wie viel Thiamin insgesamt im Vollblut vorhanden ist, meistens gemessen als Thiamin oder TPP.
Der Test ist sinnvoll bei Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin-B1-Mangel haben. Dazu zählen vor allem Kund:innen mit chronischem Alkoholmissbrauch, Mangelernährung, Resorptionsstörungen, Personen auf parenteraler Ernährung, Schwangere und Stillende, sowie Menschen mit Lebererkrankungen oder Dialyse. Auch wenn neurologische Symptome wie Müdigkeit, Reizbarkeit oder Appetitverlust bestehen, kann der B1-Wert Aufschluss geben.
Der Wert wird benötigt, um den Versorgungsstatus mit Vitamin B1 zu beurteilen. Bei Verdacht auf Mangel kann er helfen, festzustellen, ob wirklich eine Unterversorgung vorliegt. Außerdem kann der Test genutzt werden, um bei Risikogruppen den Erfolg einer Thiamin-Gabe zu kontrollieren.
Ein niedriger Wert weist auf einen möglichen Mangel hin – das kann erklären, warum jemand z. B. schnell müde wird oder neurologische Beschwerden zeigt. Ein normaler Wert spricht dagegen dafür, dass die Versorgung in Hinsicht auf Vitamin B1 ausreicht. Hohe Werte sind selten klinisch relevant, da überschüssiges Thiamin leicht über die Niere ausgeschieden wird, sofern kein schwerer Störfaktor vorliegt.
Ein spezifischer „Tag“ im Krankheitsverlauf ist nicht erforderlich – denn es geht um die generelle Versorgung. Der Test ist besonders angebracht, wenn Symptome auftreten oder Risikofaktoren bestehen. Außerdem kann er sinnvoll sein, kurz nachdem Risikofaktoren beseitigt oder Thiamin supplementiert wurde (z. B. nach oder während einer Behandlung), um die Wirkung zu überprüfen.
Vitamin B6 ist ein wasserlösliches Vitamin, das am Proteinstoffwechsel, an der Hämoglobinproduktion und an der Funktion des Nervensystems beteiligt ist. Der Laborwert misst die Konzentration von Pyridoxin oder seiner Metaboliten im Blut.
Ein Vitamin-B6-Test wird empfohlen für: • Personen mit neurologischen Symptomen wie Krämpfen, Reizbarkeit oder Depressionen • Menschen mit Verdacht auf Vitamin-B6-Mangel durch Alkoholmissbrauch oder Mangelernährung • Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Nierenerkrankungen oder Malabsorptionssyndromen • Überwachung bei Langzeiteinnahme von Medikamenten wie Isoniazid oder Penicillamin • Frauen mit Symptomen wie Übelkeit in der Schwangerschaft
Der Test dient der Diagnose von Vitamin-B6-Mangel oder -Überschuss und der Abklärung neurologischer oder metabolischer Störungen.
Ein niedriger Vitamin-B6-Wert weist auf: • Mangelernährung oder chronische Erkrankungen • Erhöhten Bedarf bei Schwangerschaft oder Stillzeit • Nebenwirkungen von Medikamenten, die den B6-Stoffwechsel beeinträchtigen Ein erhöhter Wert kann durch übermäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln verursacht werden. Symptome bei Mangel: • Krämpfe, Reizbarkeit oder depressive Verstimmung • Entzündungen der Haut oder Zunge • Taubheit oder Kribbeln in den Extremitäten bei Überschuss
Die Testung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. Bei Verdacht auf Mangel oder Überschuss sollte der Test zeitnah durchgeführt werden.
• Überdosierungen durch Nahrungsergänzungsmittel können zu Nervenschäden führen, daher sollte die Einnahme überwacht werden. • Vitamin-B6-Mangel kann auch bei chronischem Alkoholmissbrauch auftreten. • Eine gezielte Supplementierung ist bei Mangel häufig effektiv.